Berufskenntnisse Fertigung 1
 
Multiple Choice Fragen für Mechapraktiker und Polymechaniker
 
1. Serie, Hauptgruppen
1) Welche Aussage über die Unfallverhütung ist falsch?
a) Verkehrswege stets frei halten.
b) Mängel an Maschinen sofort dem Vorgesetzten melden.
c) Beim Spanen Schutzbrille tragen.
d) Sauerstoffflaschen sind frei von Oel und Fett zu halten.
e) Bei kleinen blutenden Wunden die Wunde sofort unter einen Wasserstrahl halten.

2) Welches Fertigungsverfahren gehört nicht zur Hauptgruppe Fügen?
a) Schrauben
b) Auftragschweissen
c) Weichlöten
d) Schmelzschweissen
e) Hartlöten

3) Zu welcher Hauptgruppe der Fertigungsverfahren gehört das Drehen?
a) Urformen
b) Trennen
c) Fügen
d) Beschichten
e) Umformen

4) Welche Aussage zu den Fertigungsverfahren ist richtig?
Der Zusammenhalt des Werkstoffs wird durch ...
a) Urformen verkleinert
b) Trennen beibehalten
c) Schweissen vergrössert
d) Umformen geschaffen
e) Fügen beibehalten

5) Bei welchem Verfahren wird der Werkstoff getrennt?
a) Aufdampfen
b) Funkenerosion
c) Galvanisieren
d) Tiefziehen
e) Lackieren

6) Durch welches Verfahren wird ein Werkstück nicht plastisch umgeformt?
a) Walzen
b) Extrudieren
c) Tiefziehen
d) Abkanten
e) Gesenkformen

7) Welches Verfahren gehört nicht zur Hauptgruppe Beschichten?
a) Auftragschweissen
b) Galvanisieren
c) Lackieren
d) Thermisches Spritzen
e) Aufkohlen

8) Welche Aussage zum Giessen ist richtig?
a) Dauerformen werden verwendet, wenn Gussstücke aus Gusseisen hergestellt werden müssen.
b) Verlorene Formen bestehen meist aus Nichteisenmetallen.
c) Alle Oberflächen der Gussstücke müssen spanend bearbeitet werden.
d) Das Schwindmass ist vom Modellwerkstoff abhängig.
e) Mit Kernen werden Hohlräume in Gussstücken ausgespart.

9) Aus welchem Grund werden komplizierte Motorengehäuse durch Giessen hergestellt?
a) Die Herstellung der Gehäuse-Geometrie wäre durch ein anderes Verfahren nicht möglich.
b) Schwingungen, die beim Lauf der Maschine auftreten, werden duch den Gusswerkstoff gedämpft.
c) Die guten Gleiteigenschaften des Gusswerkstoffes sind für die Zylinderlaufflächen von grosser Bedeutung.
d) Durch das Herstellverfahren Giessen ergibt sich für das Motorengehäuse die geringste Zerspanung bei der Fertigbearbeitung.
e) Das Motorengehäuse muss wegen der Oelhaftung eine rauhe Oberfläche haben.

10) Welche Teile eignen sich nicht für Druckgussteile?
a) Aluminiumlegierungen
b) Gusseisen
c) Magnesiumlegierungen
d) Kupferlegierungen
e) Zink

 
2. Serie, Urformen, Umformen
1) Bei welchem Giessverfahren werden Modelle benötigt?
a) Druckgiessen
b) Feingiessen
c) Kokillengiessen
d) Schleudergiessen
e) Stranggiessen

2) Welche Aussage trifft für das Formmaskenverfahren zu?
a) Es ist nicht für alle giessbaren Werkstoffe geeignet.
b) Es ist nicht für die Herstellung von Hohlkörpern geeignet.
c) Die Gussteile sind rau und wenig masshaltig.
d) Die Gussteile haben saubere Oberflächen und gute Masshaltigkeit.
e) Die Formmaske kann mehrfach verwendet werden.

3) Welche Aussage zu Fehlern beim Giessen und Erstarren ist falsch?
a) Schlackeneinschlüsse werden durch unzureichendes Entschlacken der Schmelze und durch ein falsches Eingusssystem verursacht.
b) Gashohlräume entstehen, wenn Gase im erstarrten Metall nicht mehr entweichen können.
c) Lunker bilden sich vor allem dann, wenn das Gussstück überall dieselbe Wanddicke aufweist.
d) Seigerungen sind Entmischungen einer Schmelze
e) Gussspannungen ergeben sich z.B. durch unterschiedliche Wanddicken.

4) Welche Aussage beim Feingiessen ist falsch?
a) Beim Feingiessen verwendet man verlorene Formen.
b) Das Modell wird aus einem niedrigschmelzenden Werkstoff hergestellt.
c) Mehrere Modelle werden zu einer Modelltraube zusammengesetzt.
d) Die Modelltraube erhält einen feinkeramischen Überzug.
e) Der Keramiküberzug verbleibt nach dem Erstarren des Gusswerkstoffs als Korrosionsschutz auf dem Gussstück.

5) Welche Aussage über das Umformen ist falsch? Durch Umformen ...
a) wird der Faserverlauf des Werkstücks nicht unterbrochen.
b) vermindert sich die Festigkeit des Werkstoffs.
c) tritt kein Werkstoffverlust auf.
d) sind auch schwierige Formen herstellbar.
e) erreicht man eine gute Mass- und Formgenauigkeit.

6) Mit welchem Umformverfahren werden Tuben hergestellt?
a) Strangpressen
b) Walzen und Biegen
c) Gesenkschmieden
d) Fliesspressen
e) Schrägwalzen

7) Welche Aussage zum Biegen ist falsch?
a) Als Biegeradius bezeichnet man den an der Innenseite des Biegeteils liegenden Radius nach dem Biegen.
b) Der Stempelradius hängt von der Grösse des zu biegenden Blechteiles ab.
c) Um Risse zu vermeiden, darf der Biegeradius nicht beliebig klein sein.
d) Der Stempelradius ist etwas kleiner als der Radius am gebogenen Werkstück.
e) Der Mindestbiegeradius ist vom zu biegenden Werkstoff und von der Blechdicke abhängig.

8) Was versteht man unter Tiefziehen? Das Formen eines Hohlkörpers aus einem Blechzuschnitt ...
a) ohne beabsichtigte Änderung der Blechdicke.
b) mit wesentlicher Verringerung der Blechdicke am Boden.
c) mit wesentlicher Verringerung der Blechdicke an der Zarge.
d) mit wesentlicher Verringerung der Blechdicke an der gesamten Oberfläche.
e) mit wesentlicher Vergrösserung der Blechdicke am Boden.

9) Welche Aussage zum Innenhochdruckformen ist falsch?
a) Beim Innenhochdruckformen werden Rohre durch Aufweiten mit Druckflüssigkeiten in Hohlkörper umgeformt.
b) Durch Innenhochdruckformen können schwierig geformte Werkstücke aus einem Stück hergestellt werden.
c) Das Innenhochdruckformen eignet sich nicht für die Serienfertigung.
d) Innenhochdruckformte Bauteile besitzen eine hohe Steifigkeit.
e) Durch Innenhochdruckformen können strömungsgerechte Querschnittsübergänge hergestellt.

10) Welchen Einfluss hat der Kohlenstoffgehalt auf die Schmiedbarkeit des Stahls?
a) Der C-Gehalt beeinflusst die Schmiedbarkeit nicht.
b) Der C-Gehalt muss über 1.5% liegen.
c) Höherer Kohlenstoffgehalt bedingt bessere Schmiedbarkeit.
d) Je niedriger der C-Gehalt, desto höher die Anfangsschmiedetemperatur.
e) Keine der genannten Antworten ist richtig.